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Bea Winkler, ODD PATTERNS -Versponnene Muster-, Malerei & Wandmalerei
Vernissage am Donnerstag, 23. Februar 2012, 19-21 Uhr
Während der Aufbauzeit muss die Galerie geschlossen bleiben.
Sie können gerne einen Termin unter 0176.43063148 vereinbaren.

Die seltsam versponnenen Muster (Odd Patterns) ihrer Leinwandgemälde und Wandmalereien bezieht Bea Winkler in ihrer aktuellen Ausstellung direkt aufeinander. In den Gemälden und auf den Wandflächen entsteht eine intensive, miteinander korrespondierende Farbigkeit, die kaum zufällig anderen Kulturen verwandte Farb- und Formelemente zeigt. Mit offenem Blick sammelt die Künstlerin in ihrem Alltag und auf Reisen Muster- und Farbeindrücke. Manches Mal wird sich der Betrachter dabei ertappen, sich an einen bestimmten Ort oder an eine Jahreszeit erinnert zu fühlen.
So unterschiedliche Behandlung die Malgründe Leinwand und Wand auch verlangen, so entstehen die Gemälde und die Wandmalereien jeweils im malerischen Prozess. Auf eine mit Buntstift vage definierte Grundstruktur wird das Malmittel Tusche zum Teil so flüssig aufgetragen, dass beinahe alle handwerkliche Kontrolle verloren geht und der Eindruck gewollter technischer Unvollkommenheit über dem gesamten Ensemble liegt.
So werden die Leinwände auf dem Boden liegend im Atelier bearbeitet, während die bunten Farbpigmente der frei auseinander fließenden Tuschefarben in die nasse Leinwand hinein sickern können. Von den Buntstiftlinien strukturiert, entstehen farbintensive Formen, die lebendig über- und ineinander versinken. Dabei bilden sie farbig wässrige Ausblühungen, oft zeigen sie perspektivische, oft skulpturale Form und Tiefe. Der Malgrund wird bei diesem Verfahren nicht unter Grundierungen neutralisiert, sondern mit seiner Oberflächenstruktur bewusst sichtbar gemacht und damit untrennbarer Teil des gesamten Bildes.
Die Wandarbeiten fordern eine andere Vorgehensweise. Bea Winkler entwickelt Buntstiftlinien über die Flächen und bezieht Lichtverhältnisse und Architektur korrespondierend in das entstehende Bild mit ein. In das Grundgerüst der Linien wird oft hauchzart eine an Aquarellmalerei erinnernde Tuschemalerei eingebettet. Besonders reizt die Künstlerin an ihrer spezifischen Technik der Wandmalerei, Bezüge zur Architektur herzustellen, wie sie es in früheren Graffiti Experimenten bereits kennengelernt hatte.
Bea Winkler war Meisterschülerin für Malerei bei Prof. Erwin Gross an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seit acht Jahren lebt und arbeitet sie in Hamburg.
Während der Aufbauzeit bleibt die Galerie geschlossen.
Öffnungszeiten ab 24. Februar
Di-Fr 12:00 -18:30 Uhr
Sa 13:00 – 16:00 Uhr
und nach Vereinbarung